2 Nov

Eine kleine Geschichte des Rocks

Der Rock ‘n’ Roll erlangte in den 1950er-Jahren, genauer gesagt am 12. April 1954, seinen internationalen Durchbruch, als Bill Haley seine Platte Rock Around the Clock veröffentlichte. Dieser Song legte den Grundstein für eine neue Ära in der Musikgeschichte – die Ära des Rock ‘n’ Roll.

Eine Rockband besteht in ihren Grundelementen aus einer oder mehrerer Gitarren, einem E-Bass, einem Schlagzeug und einem Sänger. Je nach Stilrichtung wird diese klassische Besetzung mit einem Keyboard, Blasinstrumenten oder Synthesizern ergänzt.

Als Pioniere der Rockmusik gelten Elvis Presley, Bill Haley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Little Richard und Buddy Holly. Elvis, der auch als “King of Rock ‘n’ Roll” bezeichnet wird, gilt als der erfolgreichste Solokünstler weltweit. Schätzungen zufolge soll er über eine Milliarde Tonträger verkauft haben. Als erster Vertreter der sogenannten Rockabilly-Bewegung, die sich durch die Verschmelzung von Country-Musik und Rhythm and Blues auszeichnet, gelang ihm 1956 sein internationaler Durchbruch, der ihn zur Identifikationsfigur des Rock ‘n’ Roll krönte. Als erster Rockabilly-Titel der Geschichte gilt die Neuinterpretation von Arthur “Big Boy” Crudups Bluesnummer That’s All Right.

In der Rockmusik geht es nicht um Perfektion. Denn ganz im Gegenteil dazu stehen die Authentizität, die Individualität, das Leben und Auskosten des Moments im Mittelpunkt. Elvis Presley machte es mit seinem seinerzeit noch sehr obszönen Hüftschwung vor und entfesselte dadurch eine Jugendbewegung, wie sie bis heute ihresgleichen in der Geschichte sucht. Durch diese neue Form der Darbietung, die die gesamte Gesellschaft heiß diskutieren ließ, brachen Generationskonflikte auf. Der parallel dazu verlaufende Fortschritt der Hifi-Branche ermöglichte es den Jugendlichen, ihre Musik von nun an überall mithinzunehmen und sich immer mit ihr zu umgeben. Dafür brauchten sie lediglich ihre tragbaren Plattenspieler einzupacken und Verstärker mit Boxen an eine Stromquelle anzuschließen. So konnte es an jedem Ort getanzt, gerockt oder einfach Lärm gemacht werden.

Obwohl der Aufbau eines Rockstücks sehr simpel ist und meist nur aus geraden Noten und eingängigen Achteln besteht, entwickelte sich ein breites Spektrum an unterschiedlichen Stilen. So kann man sich mittlerweile nicht nur Classic Rock und Alternative Rock, sondern auch Bluesrock, Artrock, Country Rock, Hard Rock, Punkrock, Pop Rock, Progressive Rock, Psychedelic Rock und sogar Soft Rock zu Gemüte führen.

Heutzutage verliert der Rock wieder an Beliebtheit. Dies lässt sich vor allem damit begründen, dass in den letzten 25 Jahren nicht sehr viel in der Welt des Rocks verändert hat bzw. nichts Neues mehr hinzugekommen ist. Bei der Menge an unterschiedlichen Rockstilen wäre eine Innovation jedoch auch sehr schwer zu bewerkstelligen, abgesehen von einer Fusion mit einem aktuelleren Musikstil wie beispielsweise dem Hip-Hop, der Popmusik oder der elektronischen Musik. Diese neue Art von Musik hat den Rock mittlerweile abgelöst und läuft in den Diskotheken und Clubs rauf und runter. Jede Zeit braucht ihre ganz eigene Musik, deren Charakter zum jeweiligen Zeitgeist und der Jugendkultur passen muss.

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